Open Space

Open space ist ein Großgruppenverfahren

und wird ein­ge­setzt, um Verände­rungs­prozesse von Grup­pen und Organi­sationen zu beglei­ten. Die Metho­de eig­net sich für eine Gruppen­größe von 5 bis 2000 Per­so­nen und hat sich in der Pra­xis bes­tens bewährt. Eine Ver­an­stal­tung dau­ert in der Regel 12 bis 3 Tage.

Das Open Space For­mat ermög­licht den Teil­nehmenden, kom­ple­xe und wich­ti­ge Anlie­gen — Fra­gen, The­men oder Pro­ble­me, die auf dem Her­zen lie­gen oder unter den Nägeln bren­nen – selbst­organisiert zu bear­bei­ten. Die Teil­neh­men­den brin­gen die­se zu Beginn der Ver­an­stal­tung im gro­ßen Kreis ein und schaf­fen damit die Agen­da für den Tag.

Die Vorteile des Open Space

gegen­über tra­di­tio­nel­len Arbeits- und Konferenz­methoden lie­gen

  • in der Akti­vie­rung eines jeden Teil­neh­men­den, was in gro­ßen Grup­pen bis­her schlicht­weg unmög­lich war
  • in der Tat­sa­che, daß nur Anlie­gen dis­ku­tiert wer­den, die wirk­lich wich­tig sind. Unwich­ti­ges bleibt außen vor; die Auf­merk­sam­keit und Ener­gie der Teil­neh­men­den kon­zen­triert sich allein auf rele­van­te The­men und Pro­ble­me.
  • in der Mög­lich­keit, unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven und diver­gie­ren­den Inter­es­sen zu einem Thema/ Problem/ Kon­flikt ein Forum zu bie­ten, auch Außen­sei­ter­po­si­tio­nen fin­den Gehör
  • in der Effek­ti­vi­tät der Metho­de: die Dis­kus­sio­nen rei­chen von der Bear­bei­tung wich­ti­ger Anlie­gen, unter­schwel­li­ger Kon­flik­te bis hin zur Pla­nung kon­kre­ter Pro­jek­te. Da die ers­te Projekt­besprechung bereits wäh­rend der Open Space Ver­an­stal­tung statt­fin­det, ist die Wahr­scheinlichkeit, ein Pro­jekt erfolg­reich auf den Weg zu brin­gen und abzu­schlies­sen, beson­ders hoch.
  • in der freund­li­chen, inspi­rie­ren­den und krea­ti­vi­täts­för­dern­den Arbeits­atmosphäre

Möch­ten Sie mehr dar­über wis­sen, wie Open Space kon­kret funk­tio­niert, dann kön­nen Sie sich am Ende die­ser Sei­te (nach dem Kon­takt­for­mu­lar) infor­mie­ren. Am bes­ten ist es jedoch, eine Open Space Ver­an­stal­tung selbst ein­mal als Teilnehmende/r zu erle­ben…

Kontakt für eine Open Space Begleitung/ Moderation

Ich unter­stütze Sie gern mit einer Open Space Begleitung/ Mode­ra­ti­on und bei der Organi­sation Ihrer Open Space Ver­an­stal­tung. Rufen Sie mich an: +49-(0)171 – 9439547 und schrei­ben Sie mir hier Ihre Nach­richt:

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Wie funktioniert Open Space?

Im Open Space erfolgt das selbst­or­ga­ni­sier­te Arbei­ten in einer ange­neh­men Atmo­sphä­re: es gibt kei­ne fes­ten Pau­sen — über die gesam­te Dau­er der Ver­an­stal­tung gibt es ein Buf­fet mit war­men und kal­ten Geträn­ken und klei­ne Snacks. Die wich­tigs­ten Gesprä­che und Kontakt­aufnahmen zwi­schen Teil­nehmenden einer Kon­fe­renz fin­den eben in der Kaffee­pause statt. Die­se ent­spann­te Kaf­fee-Pau­sen-Atmo­sphä­re ist im Open Space pro­fes­sionalisiert wor­den.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Open Space Veranstaltung

Damit Open Space sei­ne Vor­tei­le gegen­über tra­di­tio­nel­len Kon­fe­renz­me­tho­den ent­fal­ten kann, müs­sen eini­ge Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein:

  • die Grup­pe soll­te hete­ro­gen zusam­men­ge­setzt und ver­schie­de­ne Pers­pektiven/ Interessen/ Her­kunft etc. in Bezug auf das The­ma ver­tre­ten sein
  • das The­ma muß ein gewis­ses Kon­flikt­po­ten­ti­al besit­zen (bren­nen­de Fra­gen oder Pro­ble­me, Krisen­situation). Die Teil­neh­men­den müs­sen sich in der Dis­kus­si­on und im Aus­tausch anein­an­der rei­ben kön­nen.
  • das The­ma soll­te kom­plex und die Lösung noch unbe­kannt sein. Das Ergeb­nis muß (noch) offen sein: nie­mand kennt bereits die Ant­wort auf die zu disku­tierenden Fra­gen oder Pro­ble­me, und um die­se zu fin­den bedarf es der hete­ro­ge­nen Zu­sammen­setzung der Teil­neh­men­den.
  • nie­mand darf den Pro­zess kon­trol­lie­ren oder len­ken wol­len, wie z.B. Ein­schrän­kung des (Dis­kus­si­ons)- Rau­mes durch Vor­trä­ge, oder Inter­ventionen durch den Veranstalter/ Manage­ment etc.

Die Rolle des Open Space Begleiters

unter­schei­det sich wesent­lich zu herkömm­lichen Ver­fah­ren der Gesprächs­leitung und Mode­ra­ti­on. Es wird inhalt­lich nicht inter­ve­niert. Viel­mehr geht es dar­um, die Rah­men­be­din­gun­gen best­mög­lich zu gestal­ten, daß die Teil­neh­men­den sich voll und ganz auf die Bear­bei­tung ihrer Anlie­gen kon­zen­trie­ren kön­nen, d.h. Raum und Zeit zu eröff­nen und zu hal­ten. Die Auf­ga­be des Beglei­ters läßt sich am bes­ten umschrei­ben mit: prä­sent zu sein und gleich­zei­tig unsicht­bar zu blei­ben.

Ablauf einer Open Space Veranstaltung

Die Teil­neh­men­den kom­men in einem gro­ßen Kreis zusam­men. Alle begeg­nen sich auf Augen­hö­he, es gibt kein oben und kein unten. Jeder bringt sei­ne Erfah­run­gen und sein Wis­sen selbst­bes­timmt in den gemein­sa­men Aus­tausch mit ein. Für das open space braucht man kei­ne Aus­bil­dung. Im Mit­tel­punkt steht die Fähig­keit des Men­schen zur Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on. Die Prin­zi­pi­en wer­den intui­tiv ver­stan­den.

Es gibt eine (anfangs) lee­re Wand mit einem Ras­ter über die Zei­ten und Räumlich­keiten (Break-out Ses­si­ons). Jeder Teil­neh­men­de hat die Mög­lich­keit, sei­ne Anlie­gen der Grup­pe vor­zu­stel­len und für eine bestimm­te Zeit und Räum­lich­keit zur Dis­kus­si­on ein­zu­la­den. Sind alle Anlie­gen an der Wand, wird eine Art Markt­platz eröff­net, in dem ähn­li­che The­men zusammen­gelegt, Zei­ten ver­än­dert wer­den kön­nen etc. und die Teil­neh­men­den selbst ent­schei­den, an wel­chen Dis­kus­si­ons­run­den sie teil­nehmen möch­ten.

Die Bear­bei­tung der Anlie­gen fin­det in Klein­grup­pen statt, deren Grö­ße, Zusam­men­set­zung und Arbeits­wei­se selbst­or­ga­ni­siert erfolgt. Es gibt kei­ne vor­her fest­ge­leg­te Lei­tung der Dis­kus­sio­nen, es sei denn die Grup­pe organi­siert sie sich selbst. Die wich­tigs­ten Punk­te und Ergeb­nis­se der Ge­spräche wer­den in einem Bericht fest­ge­hal­ten und für alle Teil­neh­men­den an einer "News Wall" ver­öf­fent­licht. Am Ende eines Tages ist die­se Wand mit den Ergeb­nis­sen der Dis­kus­sio­nen, ers­ten Pro­jekt­ide­en etc. der Teil­neh­men­den gefüllt (das ist der Ablauf bei einem ein­tä­gi­gen Open Space).

Im zwei­ten Teil eines Open Space fin­det die Hand­lungs­pla­nung statt. Nach einer Reflek­ti­ons­run­de wer­den die im Erfah­rungs­aus­tausch ent­stan­de­nen Ide­en und/ oder Pro­jekt­ent­wür­fe in der gro­ßen Run­de vor­ge­stellt und zur ers­ten Bespre­chung und Pla­nung der nächs­ten Schrit­te ein­ge­la­den.

Zum Abschluß eines Open Space fin­den sich alle Teil­neh­men­den im gro­ßen Kreis wie­der zusam­men und haben die Mög­lich­keit ihre Erfah­run­gen mit der Grup­pe zu tei­len. Jeder Teil­neh­men­de erhält eine Doku­mentation (Kopie aller Berich­te und eine Teil­neh­mer­lis­te mit den Kon­takt­da­ten) zum Mit­nehmen.

Spielregeln im Open Space

Wie jedes Spiel hat auch das Open Space eini­ge weni­ge Regeln: vier Leit­sät­ze, ein Gesetz und eine Mah­nung.

Das Gesetz der zwei Füße

Das Gesetz der zwei Füße
Das Gesetz der zwei Füße

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Das Gesetz der zwei Füße besagt, daß jeder sich an den Ort bege­be, an dem er ent­we­der etwas ler­nen oder etwas bei­tra­gen kann.

Hummel
Hum­mel

 

Ergänzt wird das Gesetz der zwei Füße durch die Sym­bo­le der Hum­mel – sie steht für flei­ßi­ges hin und her und bezeich­net jene Teil­neh­men­de, die zwi­schen den verschie­denen Gesprächs­runden "hum­meln" und für den Aus­tausch der Infor­ma­tio­nen "Pol­len" sor­gen

Schmetterling
Schmet­ter­ling

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– und des Schmet­ter­lings – der ein Zei­chen für Inak­ti­vi­tät oder Muße ist. Wo sich ein Schmet­ter­ling auf­hält, da ist nichts geplant — und alles kann ent­ste­hen.

Die vier Leitsätze

besa­gen:

"Die da sind, sind genau die Rich­ti­gen": jeder läßt sich auf die ein, die an der Ver­an­stal­tung teil­neh­men; arbei­tet und dis­ku­tiert mit ihnen, denkt nicht dar­über nach, wer noch hät­te kom­men kön­nen.

Whoever-comes-3

Whatever-happens-3

"Was auch immer geschieht, es ist das Ein­zi­ge was gesche­hen kann": jeder kon­zen­triert sich auf das, was im Moment von Bedeu­tung ist. Es ist unwich­tig, was hät­te sein sol­len,

wol­len, kön­nen etc.

"Es fängt an, wenn die Zeit reif ist": Krea­ti­vi­tät und Inspi­ra­ti­on kön­nen nicht erzwun­gen wer­den, ent­ste­hen erst, wenn man sich auf den Rhyth­mus der Grup­pe ein­läßt.

Whenever-it-starts-3

When-its-over-3

"Vor­bei ist vor­bei, nicht vor­bei ist nicht vor­bei": jeder geht mit sei­ner Zeit pro­duk­tiv um. Ist eine Auf­ga­be erle­digt, kann jeder sich neu­en Din­gen zuwen­den. Ist die Zeit für eine Auf­ga­be bereits abge­lau­fen, wenn es gera­de erst los­geht, so ver­ab­re­den sich die Teil­neh­men­den neu oder set­zen ihre Dis­kus­si­on an einem ande­ren Ort fort.

Die Mahnung

lau­tet: "Augen auf ! Mit Über­ra­schun­gen ist zu rech­nen." Im Open Space kön­nen erstaun­li­che Din­ge pas­sie­ren…

Die Mahnung im Open Space
Die Mah­nung im Open Space

Auf der Open Space World Map

unter: open​space​world​map​.org gibt es eine Über­sicht, in wel­chen Län­der welt­weit Open Space ver­an­stal­tet wird, in wel­chen Städ­ten regel­mä­ßig Open Space Stamm­tisch statt­fin­den und die Kon­takt­da­ten von Open Space Beglei­tern.