Open Space Stuhlkreis | Growing Into Life

Wie funk­tio­niert Open Space?

Wie funk­tio­niert Open Space?

Im Open Space erfolgt das selbst­or­ga­ni­sier­te Arbei­ten in einer ange­neh­men Atmo­sphä­re: es gibt kei­ne fes­ten Pau­sen — über die gesam­te Dau­er der Ver­an­stal­tung gibt es ein Buf­fet mit war­men und kal­ten Geträn­ken und klei­ne Snacks. Die wich­tigs­ten Gesprä­che und Kontakt­aufnahmen zwi­schen Teil­nehmenden einer Kon­fe­renz fin­den eben in der Kaffee­pause statt. Die­se ent­spann­te Kaf­fee-Pau­sen-Atmo­sphä­re ist im Open Space pro­fes­sionalisiert wor­den.

Vor­aus­set­zun­gen für eine erfolg­rei­che Open Space Ver­an­stal­tung

Damit Open Space sei­ne Vor­tei­le gegen­über tra­di­tio­nel­len Kon­fe­renz­me­tho­den ent­fal­ten kann, müs­sen eini­ge Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein:

  • die Grup­pe soll­te hete­ro­gen zusam­men­ge­setzt und ver­schie­de­ne Pers­pektiven/ Interessen/ Her­kunft etc. in Bezug auf das The­ma ver­tre­ten sein
  • das The­ma muß ein gewis­ses Kon­flikt­po­ten­ti­al besit­zen (bren­nen­de Fra­gen oder Pro­ble­me, Krisen­situation). Die Teil­neh­men­den müs­sen sich in der Dis­kus­si­on und im Aus­tausch anein­an­der rei­ben kön­nen.
  • das The­ma soll­te kom­plex und die Lösung noch unbe­kannt sein. Das Ergeb­nis muß (noch) offen sein: nie­mand kennt bereits die Ant­wort auf die zu disku­tierenden Fra­gen oder Pro­ble­me, und um die­se zu fin­den bedarf es der hete­ro­ge­nen Zu­sammen­setzung der Teil­neh­men­den.
  • nie­mand darf den Pro­zess kon­trol­lie­ren oder len­ken wol­len, wie z.B. Ein­schrän­kung des (Dis­kus­si­ons)- Rau­mes durch Vor­trä­ge, oder Inter­ventionen durch den Veranstalter/ Manage­ment etc.

Die Rol­le des Open Space Beglei­ters

unter­schei­det sich wesent­lich zu herkömm­lichen Ver­fah­ren der Gesprächs­leitung und Mode­ra­ti­on. Es wird inhalt­lich nicht inter­ve­niert. Viel­mehr geht es dar­um, die Rah­men­be­din­gun­gen best­mög­lich zu gestal­ten, daß die Teil­neh­men­den sich voll und ganz auf die Bear­bei­tung ihrer Anlie­gen kon­zen­trie­ren kön­nen, d.h. Raum und Zeit zu eröff­nen und zu hal­ten. Die Auf­ga­be des Beglei­ters läßt sich am bes­ten umschrei­ben mit: prä­sent zu sein und gleich­zei­tig unsicht­bar zu blei­ben.

Ablauf einer Open Space Ver­an­stal­tung

Die Teil­neh­men­den kom­men in einem gro­ßen Kreis zusam­men. Alle begeg­nen sich auf Augen­hö­he, es gibt kein oben und kein unten. Jeder bringt sei­ne Erfah­run­gen und sein Wis­sen selbst­bes­timmt in den gemein­sa­men Aus­tausch mit ein. Für das open space braucht man kei­ne Aus­bil­dung. Im Mit­tel­punkt steht die Fähig­keit des Men­schen zur Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on. Die Prin­zi­pi­en wer­den intui­tiv ver­stan­den.

Es gibt eine (anfangs) lee­re Wand mit einem Ras­ter über die Zei­ten und Räumlich­keiten (Break-out Ses­si­ons). Jeder Teil­neh­men­de hat die Mög­lich­keit, sei­ne Anlie­gen der Grup­pe vor­zu­stel­len und für eine bestimm­te Zeit und Räum­lich­keit zur Dis­kus­si­on ein­zu­la­den. Sind alle Anlie­gen an der Wand, wird eine Art Markt­platz eröff­net, in dem ähn­li­che The­men zusammen­gelegt, Zei­ten ver­än­dert wer­den kön­nen etc. und die Teil­neh­men­den selbst ent­schei­den, an wel­chen Dis­kus­si­ons­run­den sie teil­nehmen möch­ten.

Die Bear­bei­tung der Anlie­gen fin­det in Klein­grup­pen statt, deren Grö­ße, Zusam­men­set­zung und Arbeits­wei­se selbst­or­ga­ni­siert erfolgt. Es gibt kei­ne vor­her fest­ge­leg­te Lei­tung der Dis­kus­sio­nen, es sei denn die Grup­pe organi­siert sie sich selbst. Die wich­tigs­ten Punk­te und Ergeb­nis­se der Ge­spräche wer­den in einem Bericht fest­ge­hal­ten und für alle Teil­neh­men­den an einer "News Wall" ver­öf­fent­licht. Am Ende eines Tages ist die­se Wand mit den Ergeb­nis­sen der Dis­kus­sio­nen, ers­ten Pro­jekt­ide­en etc. der Teil­neh­men­den gefüllt (das ist der Ablauf bei einem ein­tä­gi­gen Open Space).

Im zwei­ten Teil eines Open Space fin­det die Hand­lungs­pla­nung statt. Nach einer Reflek­ti­ons­run­de wer­den die im Erfah­rungs­aus­tausch ent­stan­de­nen Ide­en und/ oder Pro­jekt­ent­wür­fe in der gro­ßen Run­de vor­ge­stellt und zur ers­ten Bespre­chung und Pla­nung der nächs­ten Schrit­te ein­ge­la­den.

Zum Abschluß eines Open Space fin­den sich alle Teil­neh­men­den im gro­ßen Kreis wie­der zusam­men und haben die Mög­lich­keit ihre Erfah­run­gen mit der Grup­pe zu tei­len. Jeder Teil­neh­men­de erhält eine Doku­mentation (Kopie aller Berich­te und eine Teil­neh­mer­lis­te mit den Kon­takt­da­ten) zum Mit­nehmen.

Möch­ten Sie mehr dar­über wis­sen, wel­che Spiel­re­geln es im Open Space gibt, oder inter­es­sie­ren Sie sich kon­kret für eine Mode­ra­ti­on und Beglei­tung einer Ver­an­stal­tung im Open Space For­mat in Ihrem Unter­nehmen, dann kön­nen Sie sich hier infor­mie­ren: